
Die meisten Menschen verlassen nach einem langen Arbeitstag bei Die meisten Menschen verlassen nach einem langen Arbeitstag bei einer Big Four lieber das Büro und schalten ab. Paul zog stattdessen Sportschuhe an.
Wenn die Tage bei Deloitte oder später bei KPMG besonders lang gewesen waren, ging er oft erst spät abends noch laufen. Nicht, weil er trainieren musste, sondern weil Sport für ihn der schnellste Weg war, den Kopf freizubekommen.
Irgendwann stellte sich allerdings eine andere Frage.
Warum eigentlich jeden Tag für andere Unternehmen Prozesse prüfen, Risiken bewerten und Verbesserungspotenziale aufzeigen ,wenn man selbst längst eine Idee im Kopf hat, die man viel lieber umsetzen würde?
Aus genau diesem Gedanken entstand wenige Monate später seine erste Gründung.
I · Warum Padel in Deutschland gerade erst beginnt – und trotzdem schon nach neuen Anlagen sucht
Padel gehört weltweit längst zu den am schnellsten wachsenden Sportarten. In Spanien oder Schweden sind Padel-Anlagen längst selbstverständlich, in Deutschland dagegen steckt der Sport vielerorts noch in den Anfängen.
Wer spielen möchte, muss oft weite Strecken fahren oder bekommt überhaupt keinen Platz mehr. Gleichzeitig wächst die Community stetig weiter,besonders in Universitätsstädten und Ballungsräumen.
Für Paul war genau das die eigentliche Geschäftsidee.
Nicht einfach nur einen weiteren Sportclub zu eröffnen, sondern die Infrastruktur für einen Sport aufzubauen, der gerade erst beginnt, sich in Deutschland zu etablieren.
Dabei geht es ihm nicht nur um die Plätze selbst. Es geht um Begegnungen.
„Du verstehst dich mit den Menschen, die auch gerne den Sport machen, super gut.“
Genau diese Mischung aus Bewegung, Gemeinschaft und Wettbewerb habe ihn letztlich überzeugt, sein Hobby zum Beruf zu machen.
II · Vom Audit in die Selbstständigkeit: Warum Paul irgendwann die Seite wechseln wollte
Pauls beruflicher Lebenslauf wirkt zunächst wenig nach klassischem Sportunternehmer.
Nach seinem Studium arbeitete er zunächst bei Deloitte, später im Audit bei KPMG. Dort beschäftigte er sich täglich mit Unternehmensstrukturen, Prozessen und wirtschaftlichen Risiken. Als Wirtschaftsjurist lernte er Unternehmen von innen kennen, allerdings immer aus der Perspektive des Prüfers.
Mit der Zeit entstand daraus ein Gedanke, der ihn nicht mehr losließ.

Bereits vor seinem aktuellen Unternehmen hatte Paul gegründet. Eine Relocation Agentur gehört bis heute zu seinem Portfolio. Trotzdem war für ihn klar, dass das neue Projekt langfristig deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.
Der entscheidende Auslöser war schließlich Padel selbst.
Er machte die C-Trainerlizenz, spielte regelmäßig und merkte immer stärker, dass aus einem Hobby langsam eine Vision wurde.
III · Wie aus einer LinkedIn-Ausschreibung ein Gründerteam entstand
Interessant ist, dass die Idee zunächst allein entstand. Den passenden Mitgründer suchte Paul erst später und zwar öffentlich über LinkedIn.
Dort fand er schließlich Justus, den er bereits aus Studienzeiten kannte. Heute ergänzen sich beide mit klar verteilten Verantwortlichkeiten.
Während Paul sich vor allem um Finanzierung, Kooperationen, Sponsoring und den wirtschaftlichen Aufbau kümmert, verantwortet Justus die Expansion sowie die Vertrags- und Immobilienthemen. Gerade bei Standortverhandlungen und langfristigen Mietverträgen kommt dessen juristischer Hintergrund zum Tragen.
Für Paul war dabei entscheidend, nicht zu lange auf den perfekten Moment zu warten.
Lieber zuerst gründen. Die Feinheiten könne man später gemeinsam entwickeln.
Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Gespräch.
IV · Was das Unternehmen eigentlich aufbauen will – und warum der erste Standort erst der Anfang ist
Noch befindet sich das Unternehmen ganz am Anfang.
Die Gesellschaft existiert erst seit kurzer Zeit, derzeit sucht das Team nach dem ersten geeigneten Standort in Sachsen. Besonders Universitätsstädte stehen dabei im Fokus. Langfristig sollen dort moderne Padel-Anlagen entstehen, idealerweise gemeinsam mit Hochschulen oder anderen Partnern, um den Sport möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Standorte zu eröffnen. Vielmehr soll zunächst ein funktionierendes Konzept entstehen, das sich anschließend auf weitere Städte übertragen lässt.
Paul beschreibt sich selbst dabei nicht als klassischen Visionär für den allerersten Schritt.
Seine Stärke liege vielmehr darin, bestehende Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

V · Warum Geschwindigkeit bei der Gründung wichtiger war als Perfektion
Die eigentliche Idee existierte bereits seit einiger Zeit. Trotzdem wollte Paul diesmal nicht denselben Weg gehen wie bei früheren Unternehmensgründungen.
Früher bedeutete das: Notartermine koordinieren, auf Rückmeldungen warten, Dokumente mehrfach austauschen. Dieses Mal sollte es schneller gehen.
Über beglaubigt.de entschied er sich bewusst dafür, den gesamten Gründungsprozess professionell begleiten zu lassen.
Der Unterschied fiel sofort auf.
Während allein die Terminabstimmung mit einem klassischen Notariat zuvor oft mehrere Tage dauerte, war die Gesellschaft diesmal innerhalb kurzer Zeit auf den Weg gebracht.
„Bis zur Eintragung im Handelsregister mit Gewerbeanmeldung hat es, glaube ich, zehn Tage gedauert.“ - Paul Nordmann
Gerade weil für ihn Geschwindigkeit wichtiger war als jedes Detail von Beginn an perfekt auszudiskutieren, passte dieser Ablauf gut zu seiner Arbeitsweise.
„Über Details kann man sich später einigen. Wichtig ist erstmal, dass die Gesellschaft steht.“ - Paul Nordmann
VI · Die Vision: Erst Sachsen, dann ganz Deutschland
Für die nächsten Jahre formuliert Paul bewusst keine feste Zahl.
Er möchte nicht zehn oder zwanzig Standorte versprechen.
Sein Ziel ist einfacher formuliert. Überall dort, wo es in Sachsen Universitätsstandorte gibt, soll langfristig auch eine eigene Padel-Anlage entstehen. Gelingt dieses Konzept, könnte er sich auch eine Expansion in weitere Bundesländer vorstellen.
Parallel soll die bestehende Relocation Agentur schrittweise in den Hintergrund treten.
Sein Fokus liegt künftig vollständig auf dem Sport. Nicht zuletzt deshalb, weil sich dort Beruf und persönliche Leidenschaft erstmals vollständig überschneiden.
VII · Was Paul anderen Gründern rät – und warum man Ideen nicht zu lange im Kopf behalten sollte
Im Gespräch fällt auf, dass Paul ungewöhnlich pragmatisch über das Gründen spricht.
Weder romantisiert er das Unternehmertum noch beschreibt er es als besonderen Lifestyle. Für ihn geht es vor allem darum, ins Handeln zu kommen.
Viele Gründer würden sich zu lange mit Details beschäftigen, bevor überhaupt etwas existiert. Er empfiehlt genau den umgekehrten Weg.
„Man sollte mit seinen Ideen nicht zu lange im Kopf bleiben, sondern sie lieber auf die Straße bringen.“ - Paul Nordmann
Natürlich wird sich unterwegs vieles ändern. Mitgründer könnten später hinzukommen. Prozesse würden angepasst. Strategien würden sich entwickeln. Aber all das könne erst passieren, wenn überhaupt etwas entstanden sei.
Sein wichtigster Rat lautet deshalb:
„Nicht lange im Klein-Klein bleiben, sondern lieber machen und dann anpassen.“ - Paul Nordmann
Vielleicht beschreibt genau dieser Satz auch seinen eigenen Weg am besten.
Denn aus einem Hobby wurde erst eine Geschäftsidee, als er aufhörte, darüber nachzudenken und anfing, sie umzusetzen.
Kontakte und Links
- Website: https://netvolovolo.com/
- LinkedinProfil: https://www.linkedin.com/in/paul-nordmann


