Mit 900 Euro brutto im Monat, einer Ausbildung auf dem Bau und null Ahnung von Marketing hat Max Müller-Lohse seinen ersten bezahlten Webauftrag verkauft. 1.800 Euro.
Der Kunde war zufrieden. Max hatte keine Ahnung, wie man eine Webseite baut. Er kaufte sich für 90 Euro ein Template, passte es an und lieferte ab. Was dann passierte, hat die Richtung seiner Karriere verändert: Der Kunde fragte, ob er auch neue Mitarbeiter beschaffen könne.
Komplett unwissend sagte er Ja. Wie schwer kann das schon sein? Das Projekt fuhr er gegen die Wand; schlaflose Nächte, Druck, Angst, Geld zurückzahlen zu müssen, das er nicht mehr hatte. Aber er zog durch. „Es war eine Mischung aus Angst, aus Scheitern, aber auch aus Motivation für die Zukunft.”

Ein Problem, das niemand gerne ausspricht
Kleine und mittlere Unternehmen kämpfen seit Jahren mit demselben Problem: Sie finden keine Mitarbeiter. Nicht weil es keine gibt, sondern weil der Prozess der Mitarbeitergewinnung in vielen Betrieben komplett zerbrochen ist. Stellenanzeigen verschwinden unbeantwortet im Internet.
Headhunter kassieren viel und liefern wenig. Und wenn ein neuer Mitarbeiter nach drei Monaten wieder geht, fängt das Spiel von vorne an.
Besonders hart trifft das den Handwerksbereich. Gerade dort fehlt oft nicht nur das Personal, sondern auch die digitale Infrastruktur, um überhaupt sichtbar zu sein.
Viele dieser Betriebe haben keine funktionierende Webseite, keine Social-Media-Präsenz, und ihre Buchhaltung läuft noch auf Papier. Wer sich nicht zeigt, wird nicht gefunden; weder von Kunden noch von potenziellen Mitarbeitern.
Genau in dieser Lücke arbeitet Max heute.
Vom Bau ins Business – warum gerade er
Max kommt aus dem Handwerk. Die Ausbildung im Straßenbau hat er nicht aus Leidenschaft gemacht, sondern weil er schlicht nicht wusste, was er sonst tun sollte. Er bewarb sich einen Monat vor Ausbildungsbeginn, bekam den Platz, zog es durch und wusste schon während der Ausbildung, dass 1.600 Euro netto als Geselle nicht das Leben sein würden, das er sich vorstellte.
Also fing er an zu suchen. Erst das typische Nebenverdienst-Modell für 400 bis 500 Euro im Monat, dann erste Auseinandersetzung mit verschiedenen Geschäftsmodellen, dann Marketing. Er bildete sich selbst weiter, schrieb Unternehmen per Instagram an, verkaufte Webseiten unter Wert, machte Fehler und lernte daraus. Drei bis sechs Monate intensive Weiterbildung nach dem ersten Recruiting-Reinfall. Später dann ein Bachelor in Marketing, eine IHK-Zertifizierung, weitere Fortbildungen.
Was ihn aber wirklich von klassischen Marketingagenturen unterscheidet, ist nicht der Lebenslauf, sondern die Herkunft. Neunzig Prozent seiner heutigen Kunden sind Handwerksbetriebe. Er kennt deren Sprache, ihre Strukturen und ihre blinden Flecken aus eigener Erfahrung auf der Baustelle.
„Unser Kunde muss wirklich nur das Vorstellungsgespräch halten und den Arbeitsvertrag vorlegen. Alles dazwischen machen wir." – Max Müller-Lohse
Was die Agentur wirklich anbietet
Das Leistungsportfolio von Lumora Consulting umfasst vier Bereiche: Webseiten, Kundengewinnung, Mitarbeitergewinnung und Digitalisierung. Das klingt erstmal nach dem, was viele Agenturen anbieten. Der Unterschied liegt in der Umsetzung und in den Garantien.
Bei der Mitarbeitergewinnung übernimmt Max mit seiner Agentur Lumora Consulting den kompletten Prozess: Kampagne aufsetzen, Bewerbungen sichten, Unterlagen prüfen, Zertifizierungen und Meisterbriefe verifizieren, Vorqualifizierungsgespräche führen, Termine für das Vorstellungsgespräch koordinieren. Der Kunde greift erst dann ein, wenn ein qualifizierter Kandidat vor der Tür steht.
Wer über die Agentur einstellt, bekommt außerdem eine Nachbesetzungsgarantie: Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen innerhalb der Probezeit, egal aus welchem Grund, wird die Stelle kostenlos nochmal besetzt. Dazu kommt eine Geld-zurück-Garantie: Werden in den ersten drei Monaten keine fünfzehn qualifizierten Bewerbungen geliefert, gibt es den vollen Betrag zurück. Die Geld-zurück-Garantie haben sie bis heute noch nie einlösen müssen, die Nachbesetzungsgarantie dagegen schon. Dass sie greift, wenn sie gebraucht wird, ist für Max kein Makel, sondern der Beweis, dass das Versprechen ernst gemeint ist: Wer über Lumora Consulting einstellt, trägt das Risiko einer Fehlbesetzung nicht alleine!
Im Bereich Digitalisierung reicht die Arbeit von der Social-Media-Präsenz über Prozessautomatisierungen bis hin zu Grundlagenarbeit wie der Digitalisierung der Buchhaltung. Für Betriebe, die heute noch Rechnungen handschriftlich ausstellen, ist das kein Luxus, sondern Voraussetzung für alles andere.
Was Lumora Consulting aber wirklich zusammenhält, ist etwas, das sich nicht in Garantien fassen lässt: die persönliche Ebene. Max bezeichnet seine Kunden nicht als Kunden, sondern als Partner. Er ist mit allen auf WhatsApp. Kein Sales Script, kein standardisierter Funnel. Wer nicht zur Kultur passt, bekommt das direkt gesagt.
Meilensteine, die nicht planbar waren
Gestartet 2022 als Einzelunternehmen, merkte Max 2023 zum ersten Mal, dass das Ding eine eigene Dynamik entwickelt hatte. Er brauchte Hilfe. Der erste Minijobber für 400 Euro im Monat war in seiner Wahrnehmung kein Verwaltungsakt, sondern ein Beweis: Es funktioniert.
Die Entscheidung zur UG-Gründung war kein großer strategischer Schritt, sondern eine pragmatische Reaktion auf wiederkehrende Situationen. Großkunden stellten Fragen, die ein Einzelunternehmen nicht befriedigend beantworten konnte. Bei Bürobesichtigungen wurde das Thema Haftung und Rechtsform zur Hürde. Wer mit größeren Unternehmen zusammenarbeiten will, braucht eine Gesellschaft. Das war der Punkt.
Drei Werktage statt sechs Wochen
Für die Gründung der UG wollte Max keinen bürokratischen Umweg. Sein Steuerberater hatte für das Gesamtpaket einen vierstelligen Betrag veranschlagt. Einzelne Notare, die er direkt anschrieb, waren sechs bis acht Wochen ausgebucht. Er fing an zu suchen und stieß dabei auf beglaubigt.de.
Der Prozess verlief so reibungslos, dass Max danach nicht viel darüber nachgedacht hat. Am Wochenende eingeleitet, am Montag erster Kontakt mit dem beglaubigt.de-Team, am Mittwoch Notartermin. Für jemanden, der sich auf sechs bis acht Wochen Wartezeit eingestellt hatte, war das eine andere Welt.
— „Am Montag war der erste richtige Kontakt – und am Mittwoch hatte ich schon einen Notartermin. Das war wirklich mit das Beste, weil die Notare, die ich so angeschrieben habe, da hätte ich sechs bis acht Wochen warten müssen." – Max Müller-Lohse

Sein Rat an andere Gründer
Max ist da konkret, fast schonungslos:
Erstens: Beschäftige dich früh mit den Steuern. Nicht irgendwann. Sofort. Er hat zu viele gesehen, die zwei Jahre nach der Gründung wieder aufgehört haben, weil sie das Finanzamt überrascht hat. Eine hohe Nachzahlung, die man nicht mehr stemmen kann, ist das unspektakulärste Ende einer Selbstständigkeit – und eines der häufigsten.
Zweitens: Zieh durch. Nicht weil es romantisch klingt, sondern weil er aus eigener Erfahrung weiß, wie oft Situationen im ersten Moment katastrophal wirken und sich zwei Wochen später als lösbar und gar nicht so schlimm herausstellen, wie es im ersten Moment aussah. Drei Jahre hat er gebraucht, um das wirklich zu verinnerlichen. Heute sagt er, er kann sich kaum noch eine Situation vorstellen, die ihn wirklich aus der Bahn wirft.
Drittens: Mach Fehler. Den größten seiner Karriere, falschen Partnern vertraut und dabei über 50.000 Euro verloren, bezeichnet er heute im Rückblick fast als Investition. Er hat ihn vorsichtiger gemacht, gezielter in der Wahl seiner Umgebung, und letztlich resistenter gegen genau die Art von Situation, die damals alles hätte beenden können.
Du kannst alles schaffen, solange du dran bleibst, nicht aufgibst und an dich glaubst. Das sagt er nicht nur in Interviews. Das sagt er seinem 16-jährigen Bruder, der sich gerade selbstständig macht und bereits seine ersten 4 bis 5 stelligen Monatsumsätze schreibt.

Und dann ist da noch etwas, das Max jedem mitgeben würde. Nicht als Ratschlag, sondern als Überzeugung:
– „Seid dankbar für alles, was euch passiert, ganz egal, ob positiv oder negativ, denn durch all das wird man nur noch stärker, lernt dazu und wächst. Alles auf dieser Welt ist machbar, für jeden von uns!“ – Max Müller-Lohse


